Tarifvertrag gehalt energieversorger

Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklungen in 19 Ländern der Europäischen Union und Norwegen bei einigen wichtigen öffentlichen Versorgungsunternehmen (öffentlicher Nahverkehr, Strom, Gas, Wasser und Festnetztelefonie) im Hinblick auf die Würdigung der strukturellen Veränderungen seit Anfang der 90er Jahre wird sich diese vergleichende Studie auf die Arbeitsbeziehungen im Strom- und Festnetztelefoniesektor konzentrieren. Die Analyse wird sich insbesondere mit der Struktur der Vertretung und der Tarifverhandlungen sowie mit den Inhalten der jüngsten Tarifverträge und Arbeitskampfmaßnahmen befassen. Die Studie stützt sich hauptsächlich auf Beiträge der nationalen Zentren der Europäischen Beobachtungsstelle für Arbeitsbeziehungen (EIRO) in den betreffenden Ländern. Art. 82 des genannten Gesetzes bestimmt, dass der Tarifvertrag Ausdruck einer Vereinbarung darstellt, die von den Parteien aufgrund ihrer kollektiven Autonomie frei erlassen wird. CUPE vertritt über 38.000 Beschäftigte im Energiesektor in der Stromerzeugung, -verteilung und -übertragung in Wasserkraft-, Atom-, Wind- und fossilen Brennstoffen sowie in kleinräumiger Produktion. Ähnliche Entwicklungen haben sich im Elektrizitätssektor im Vereinigten Königreich vollzogen, wenn auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Zahl von Verhandlungseinheiten, die auf die Privatisierung folgten (von drei großen nationalen Vereinbarungen bis hin zu etwa 50-60 getrennten Verhandlungsgruppen), und nicht mit möglichen zuständigkeitsübergreifenden Konflikten. Die Anpassungen der neuen Komplexität und Fragmentierung der Verhandlungen beinhalteten eine Verlagerung zu “Eintischverhandlungen” und den Abschluss von “Agenturvereinbarungen”, die nach Konsultationen mit den anderen Gewerkschaften, die an den Verhandlungen beteiligt waren, die Führung in die Verhandlungen einweisen. Andere Antworten, die im Vereinigten Königreich im Hinblick auf die Einsparung von organisatorischen Ressourcen entstanden sind, waren Branchen- und sogar Gewerkschaftsfusionen. Der Tarifvertrag gilt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab seinem Inkrafttreten bis zum vereinbarten Termin.

Das Abkommen wird automatisch jedes Jahr verlängert, solange keine der Parteien aus dem Abkommen austritt. Die Umstrukturierung der öffentlichen Versorgungsunternehmen zusammen mit der umfassenderen Reform der Beschäftigung und der Arbeitsbeziehungen im öffentlichen Sektor hat dazu beigetragen, die Traditionen der Kollektivverhandlungen für den gesamten öffentlichen Sektor in Ländern, in denen diese existierten, abzubauen. Dies geschah beispielsweise in Österreich, zunächst aufgrund eines Regierungsbeschlusses aus dem Jahr 2000, der die Praxis zentraler informeller Verhandlungen (da der öffentliche Sektor formal von Tarifverhandlungen ausgeschlossen ist) zwischen Land, Land und Gemeinden und den Gewerkschaften des öffentlichen Sektors beendete. In der Folge verstärkte und trug das fortschreitende Entstehen von Tarifeinheiten, die direkt mit den öffentlichen Versorgungsunternehmen zusammenhängen, zu dieser Zersplitterung der Tarifverhandlungen bei (siehe unten unter “Tarifverhandlungsstruktur”). Auch in Deutschland löste sich 2003 der Verband der deutschen Arbeitgeber auf allen Ebenen (Bund, Länder und Kommunen) nach mehr als 40 Jahren gemeinsamer Tarifverhandlungen auf, da die Vertreter von Bund und Ländern die Koalition mit kommunalen Arbeitgebern nicht mehr praktikabel hielten (DE0306202N). Der Tarifvertrag (wie in Titel III des Arbeitnehmerstatuts Festgelegt) ist ein Instrument zur Regulierung des Arbeitsplatzes, da die Vertreter sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber die in der Vereinbarung enthaltenen Rechte und Pflichten aushandeln.

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